Mount Rushmore

Mount Rushmore

Keystone United States Denkmal
At a glance
Name:Mount Rushmore
Bauzeit:1927 – 1941
Idee:Doane Robinson
Bildhauer:Gutzon Borglum
Höhe Porträts:ca. 18 Meter
Höhenlage:1.745 Meter über dem Meeresspiegel
Gestein:Granit
Anzahl Besucher:ca. 2,4 Millionen Besucher / Jahr

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Background, facts and history

25 spannende Fakten über Mount Rushmore:

 

  1. Lage: Mount Rushmore liegt in den Black Hills im US-Bundesstaat South Dakota, nahe der kleinen Stadt Keystone. Die monumentale Felsenskulptur befindet sich auf einer Höhe von etwa 1.745 Metern und ist umgeben von dichten Wäldern, tiefen Tälern und beeindruckenden Granitformationen.
  2. Bedeutung: Das Denkmal gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Vereinigten Staaten und zieht jedes Jahr mehr als 2 Millionen Besucher an. Es zeigt vier prägende Präsidenten der amerikanischen Geschichte und gilt, zusammen mit der Freiheitsstatue und der Liberty Bell, als eines der bedeutendsten Nationalsymbole des Landes.
  3. Die Präsidenten: In den Granit gehauen blicken George Washington, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln über die Black Hills. Jeder von ihnen steht für eine zentrale Epoche der US-Geschichte. Washington verkörpert die Gründung der Nation, Jefferson die territoriale Ausdehnung, Roosevelt den wirtschaftlichen Fortschritt und Amerikas Aufstieg zur Weltmacht, Lincoln den Erhalt der Union während des Bürgerkriegs.
  4. Ursprüngliche Idee: Der Historiker Doane Robinson schlug im Jahr 1923 vor, in den Black Hills ein monumentales Felsdenkmal zu schaffen, um mehr Reisende nach South Dakota zu locken. Ursprünglich wollte er bekannte Gestalten des Wilden Westens wie Lewis und Clark, Buffalo Bill Cody oder den Lakota-Häuptling Red Cloud darstellen. Erst mit der Beteiligung des Bildhauers Gutzon Borglum verlagerte sich der Fokus auf US-Präsidenten, um dem Projekt eine nationale Bedeutung zu geben.
  5. Standortwahl: Zunächst sollte das Denkmal in den markanten Granitnadeln des Custer State Parks entstehen. Das Gestein dort erwies sich jedoch als zu brüchig, und auch Naturschützer äußerten Bedenken. Borglum entschied sich deshalb für den heutigen Standort am Mount Rushmore, dessen harter Granit und sonnige Südostlage ideale Bedingungen für das gewaltige Vorhaben boten.
  6. Umstrittene Vergangenheit des Bildhauers: Gutzon Borglum gilt als geistiger Vater von Mount Rushmore, doch seine Person bleibt bis heute umstritten. Er unterhielt enge Kontakte zum Ku-Klux-Klan, vertrat nationalistische und rassistische Ansichten und arbeitete zuvor am Stone Mountain Memorial in Georgia. Dieses monumentale Felsrelief ehrt die Anführer der Konföderierten und wird heute als Symbol für Rassismus und die Ideologie der Südstaaten betrachtet. Die Konföderierten waren elf Südstaaten, die sich während des Amerikanischen Bürgerkriegs von der Union abspalteten, um ihre Unabhängigkeit und die Sklaverei zu bewahren. All diese Hintergründe werfen bis heute einen moralischen Schatten auf Borglums Rolle als Schöpfer eines nationalen Symbols.
  7. Baugeschichte: Die Bauarbeiten begannen im Jahr 1927 unter der Leitung von Gutzon Borglum und dauerten 14 Jahre. Die groben Konturen wurden mit Dynamit herausgesprengt, die feinen Details mit Presslufthämmern und eng gesetzten Bohrlöchern modelliert. Insgesamt wurden rund 450.000 Tonnen Gestein abgetragen und liegen noch heute als Geröll am Fuß des Berges. Nach Borglums Tod im März 1941 führte sein Sohn Lincoln die Arbeiten kurzzeitig weiter, bevor sie im Oktober 1941 aus finanziellen Gründen offiziell beendet wurden.
  8. Finanzierung: Ursprünglich sollte das Denkmal vor allem durch private Spenden finanziert werden, doch die Einnahmen blieben deutlich hinter den Erwartungen zurück. Schließlich übernahmen die Bundesregierung und der Bundesstaat South Dakota den größten Teil der Kosten, um das Projekt zu vollenden.
  9. Veränderungen während des Baus: Ursprünglich sollten die Präsidenten bis zur Hüfte dargestellt werden, doch vollendet wurden nur die Köpfe. Thomas Jeffersons Gesicht war zunächst rechts von George Washington geplant, doch das Gestein dort war ungeeignet. Die begonnene Figur wurde gesprengt, und Jefferson erhielt seinen heutigen Platz links von Washington. Gutzon Borglum wollte außerdem eine große Kammer namens Hall of Records schaffen, in der wichtige Dokumente zur Geschichte der Vereinigten Staaten aufbewahrt werden sollten. Dieses Vorhaben blieb unvollendet. Erst Jahrzehnte später wurde am Fuß des Monuments eine Aussichtsplattform für Besucher gebaut.
  10. Gesichtsproportionen: Die Porträts sind etwa 18 Meter hoch, was ungefähr der Höhe eines sechsstöckigen Gebäudes entspricht. Allein die Nasen messen rund 6 Meter, die Augen 3,4 Meter und die Münder etwa 5,5 Meter. Durch die sorgfältige Gestaltung der Formen und Schattierungen wirken die Gesichter trotz ihrer enormen Größe erstaunlich lebendig.
  11. Arbeitsbedingungen: Etwa 400 Männer arbeiteten zwischen 1927 und 1941 am Mount Rushmore. In schwindelerregender Höhe hingen sie auf einfachen Sitzbrettern und bearbeiteten den Fels mit Presslufthämmern und Dynamit. Trotz der gefährlichen Arbeit kam es während der gesamten Bauzeit zu keinem einzigen Todesfall. In den Jahren der Großen Depression bot das Projekt vielen Menschen ein wichtiges Einkommen, auch wenn die Bezahlung gering war und die Arbeit nicht immer dauerhaft gesichert war.
  12. George Washington: Ganz links auf dem Berg ist George Washington dargestellt, der erste Präsident der Vereinigten Staaten, der von 1789 bis 1797 im Amt war. Während des Unabhängigkeitskriegs von 1775 bis 1783 führte er als Oberbefehlshaber der amerikanischen Truppen den erfolgreichen Kampf gegen Großbritannien und verhalf den Kolonien zur Unabhängigkeit. 1787 leitete er den Verfassungskonvent in Philadelphia und legte damit das Fundament für die neue Republik. Zwei Jahre später wurde er einstimmig zum ersten Präsidenten gewählt und gilt bis heute als Vater der Nation.
  13. Thomas Jefferson: Rechts neben George Washington ist Thomas Jefferson zu sehen, der dritte Präsident der Vereinigten Staaten, der von 1801 bis 1809 regierte. Er war der Hauptverfasser der Unabhängigkeitserklärung und prägte damit die politischen Grundwerte des neuen Staates. Während seiner Amtszeit erwarb er 1803 mit dem Louisiana-Kauf ein riesiges Gebiet von Frankreich, wodurch sich das Territorium des Landes fast verdoppelte. Die Vereinigten Staaten bezahlten dafür 15 Millionen Dollar, was nur rund 7 Dollar pro Quadratkilometer entsprach. Jeffersons Darstellung steht für das Wachstum und die Ausdehnung der jungen Nation.
  14. Theodore Roosevelt: Neben Thomas Jefferson ist Theodore Roosevelt abgebildet, der 26. Präsident der Vereinigten Staaten, der von 1901 bis 1909 amtierte. Er symbolisiert auf dem Monument Fortschritt und Erneuerung. Roosevelt setzte sich für bessere Arbeitsbedingungen, umfassende wirtschaftliche Reformen und die Eindämmung übermächtiger Konzerne ein. Er gilt außerdem als Begründer des modernen Naturschutzes, da er zahlreiche Nationalparks, Reservate und Denkmäler einrichtete, um die Natur dauerhaft zu bewahren.
  15. Abraham Lincoln: Ganz rechts ist Abraham Lincoln dargestellt, der 16. Präsident der Vereinigten Staaten, der das Land von 1861 bis 1865 durch den Bürgerkrieg führte. Mit Entschlossenheit kämpfte er für den Erhalt der Union und dafür, die abtrünnigen Südstaaten wieder einzugliedern. Gleichzeitig leitete er die Abschaffung der Sklaverei ein und schuf damit das moralische Fundament der modernen Vereinigten Staaten. Sein Abbild auf dem Monument steht für die Werte von Einheit und Freiheit, die bis heute das Selbstverständnis des Landes prägen.
  16. Roosevelts Brille: Theodore Roosevelt ist auf Mount Rushmore mit seiner charakteristischen Brille dargestellt. Da die Bügel im Fels leicht hätten abbrechen können, meißelte Borglum nur den Steg und die oberen Ränder der Gläser in den Granit. Aus der Ferne entsteht dadurch die täuschend echte Illusion einer vollständigen Brille, die Roosevelts markantes Gesicht unverkennbar macht.
  17. Black Hills: Die Black Hills liegen im Westen des Bundesstaates South Dakota und reichen bis in den Nordosten Wyomings. Wie eine grüne Insel ragen sie aus der weiten Prärie empor. Dichte Kiefernwälder, raue Felsen und tiefe Höhlen prägen die Landschaft, in der Bisons, Elche, Pumas und Adler leben. Heute zieht die Region Besucher aus aller Welt an, die hier Nationalparks, Wanderwege und beeindruckende Naturwunder erleben.
  18. Volk der Lakota: Die Lakota sind eines der drei großen Sioux-Völker, neben den Dakota und den Nakota, und teilen mit ihnen Sprache, Kultur und Traditionen. Seit Jahrhunderten leben sie im Gebiet der heutigen Vereinigten Staaten, zunächst in den nördlichen Wäldern und später in den weiten Ebenen der Zentralstaaten. Besonders heilig ist ihnen das Land der Black Hills, das in ihren Überlieferungen als Ort der Schöpfung gilt und bis heute eine tiefe spirituelle Bedeutung hat.
  19. Vertrag von Fort Laramie: Im Jahr 1868 schlossen die Vereinigten Staaten mit den Lakota und anderen Sioux-Gruppen den Zweiten Vertrag von Fort Laramie. Er garantierte den Lakota ein dauerhaftes Siedlungsgebiet, das große Teile des heutigen South Dakota umfasste. Die Black Hills wurden ihnen dabei „auf ewig“ zugesprochen und durften nur mit ihrer Zustimmung betreten oder besiedelt werden. Nachdem dort jedoch Gold entdeckt wurde, drangen immer mehr Siedler in das Gebiet ein. 1877 erklärte die US-Regierung die Black Hills schließlich zum Eigentum der Vereinigten Staaten. Dieser Vertragsbruch gilt bis heute als eines der größten historischen Unrechte gegenüber den indigenen Völkern Nordamerikas.
  20. Indigene Proteste: Im Jahr 1971 besetzten Aktivisten des American Indian Movement das Gelände rund um Mount Rushmore und gaben ihm den Namen Mount Crazy Horse. Die Besetzung dauerte mehrere Monate und erinnerte an den gebrochenen Vertrag von Fort Laramie sowie an die Heiligkeit der Black Hills. Begleitet von spirituellen Zeremonien wurde der Protest zu einem kraftvollen Symbol für den Widerstand der indigenen Völker und für den fortwährenden Kampf der Lakota um ihr Land.
  21. Entschädigung: Im Jahr 1980 entschied der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten, dass die Enteignung der Black Hills rechtswidrig war. Den Sioux wurde eine Entschädigung von über 100 Millionen Dollar zugesprochen. Sie lehnten das Geld jedoch ab, da sie ihr heiliges Land nicht verkaufen wollen. Bis heute fordern sie die Rückgabe des Gebiets, das für sie eine tief verwurzelte spirituelle Bedeutung hat.
  22. Kritik am Mount Rushmore: Viele indigene Gemeinschaften sehen in Mount Rushmore ein Symbol für Landraub und Unterdrückung, weil das Denkmal im heiligen Gebiet der Black Hills errichtet wurde. Besonders umstritten ist die Darstellung von Abraham Lincoln. Im Jahr 1862 genehmigte er nach Prüfung die Hinrichtung von 38 Dakota-Männern, die nach einem Aufstand gegen die US-Regierung zum Tode verurteilt worden waren. Für die Lakota steht das Monument daher weniger für Freiheit und Einheit, sondern für gebrochene Versprechen und den Verlust ihres Landes.
  23. Crazy Horse Memorial: Etwa 27 Kilometer von Mount Rushmore entfernt entsteht seit 1948 das Crazy Horse Memorial, das einen berühmten Lakota-Anführer hoch zu Pferde zeigt. Mit einer geplanten Länge von 195 Metern und einer Höhe von 172 Metern soll es die größte Felsenskulptur der Welt werden. Das Projekt wird ausschließlich privat finanziert und ist bis heute unvollendet. Für viele gilt es als Symbol des kulturellen Stolzes der indigenen Völker und als Antwort auf Mount Rushmore.
  24. Filmkulisse: Weltweite Bekanntheit erlangte Mount Rushmore auch durch Alfred Hitchcocks Filmklassiker Der unsichtbare Dritte aus dem Jahr 1959. In der spannenden Schlusssequenz kämpfen Cary Grant und Eva Marie Saint auf den Gesichtern der Präsidenten um ihr Leben. Gedreht wurde diese Szene allerdings nicht am echten Monument, sondern in aufwendig gestalteten Studiokulissen.
  25. Namensherkunft: Mount Rushmore erhielt seinen Namen von dem New Yorker Rechtsanwalt Charles Rushmore. Als er 1885 die Black Hills besuchte, fragte er nach dem Namen des Felsmassivs. Ein örtlicher Führer antwortete scherzhaft, der Berg heiße nun Rushmore. Der Name setzte sich im Laufe der Zeit durch und wurde 1930 offiziell anerkannt.

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